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Archiv - Mammakarzinom


Grundlagenforschung
Einzelnukleotid-Polymorphismen des GPR30-Gens sind mit Progesteronrezeptor-negativem Mammakarzinom assoziiert
Wissenschaftler der Universität Regensburg kamen in einer genetischen Studie zu dem Ergebnis, dass Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNP) des Gens für den G-Protein-gekoppelten Rezeptor GPR30 mit dem Progesteronrezeptor-Status assoziiert sind und damit auch eine Bedeutung für Prognose und Therapie eines Mammakarzinoms haben könnten.
Senologiekongress 2009


Diagnostik
Insuffizienzen der Mammographie und MRT als weitere Option
Regelmäßige Mammographien im Rahmen von Früherkennungsuntersuchungen können die Brustkrebs-Mortalität reduzieren. Allerdings weist das Verfahren auch Grenzen auf. Mit MRT werden andere Karzinome entdeckt als mit Mammographien. Könnte dieses Verfahren eine Alternative zum bisherigen Screening bieten?
DGHO 2010
Zirkulierende Tumorzellen: Chancen und Grenzen für die Diagnostik
Zirkulierende Tumorzellen beim metastasierten Mammakarzinom sind leichter zugänglich als Proben des Primärtumors oder aus Metastasen, daher wären sie für die Bestimmung tumorbiologischer Eigenschaften interessant, wenn eine entsprechende Korrelation mit dem Primärtumor vorliegt. Dies zu untersuchen, war Ziel zweier Studien, die beim Senologiekongress 2010 vorgestellt wurden. Eine dritte Studie untersuchte, ob auch bei DIN-Läsionen disseminierte Tumorzellen nachweisbar sind.
Senologiekongress 2010
Sentinel-Nodebiopsie: Wann ist eine Axilladissektion nötig?
Eine deutsche Studiengruppe entwickelte ein Score-System zur Risikoabschätzung, wann bei positiver axillärer Sentinel-Nodebiopsie tatsächlich weitere befallene Lymphknoten vorliegen. Grading, Tumorgröße, axilläre Metastasengröße und Anzahl positiver axillärer Sentinel-Lymphknoten konnten als unabhängige Risikofaktoren identifiziert werden.
Senologiekongress 2010
Mehr ist nicht gleich besser: Zum Stellenwert von Sentinel-Biopsie und Axilladissektion
Eine auf dem ASCO vorgestellt Studie untersuchte, ob die bisher standardmäßig durchgeführte Axilladissektion nach positivem Sentinel-Befund tatsächlich notwendig ist. Ein anderer Beitrag prüfte die Bedeutung von Mikrometastasen im Sentinel und im Knochenmark.
ASCO 2010


Neoadjuvante Therapie
Zoledronsäure verbessert neoadjuvante Chemo- und möglicherweise Letrozol-Therapie – Denosumab zeigt antitumorale Wirkung im Knochen
In älteren Studien verbesserte Zoledronsäure die Wirksamkeit einer neoadjuvanten Chemotherapie. Eine deutsche Arbeitsgruppe untersucht nun, ob diese Wirkungsverstärkung auch mit der Zugabe von Zoledronsäure zur endokrinen Therapie mit Letrozol bei postmenopausalen Frauen erzielt werden kann. In einer anderen Studie konnte gezeigt werden, dass Zoledronsäure und Denosumab mit unterschiedlichen Wirkmechanismen nicht nur die Osteoklastenaktivität hemmen, sondern zusätzlich eine wechselseitige Aktivitätsverstärkung zwischen Knochenmetastasen und Osteoklasten unterbrechen.
DGHO 2010
Neoadjuvante HER2-Therapie, Head-to-head Vergleich von Aromatasehemmern, Bisphosphonate in der Adjuvanz
Gleich mehrere mit Spannung erwartete Ergebnisse zur neoadjuvanten Therapie und adjuvanten Therapie bereicherten die Diskussionen der Experten beim diesjährigen SABCS. Die NeoALTTO und die GeparQuinto-Studie brachten neue Erkenntnisse zu den Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Trastuzumab und Lapatinib in der Neoadjuvanz, die AZURE-Studie enttäuschte die Hoffnung auf eine antitumorale Wirkung von Zoledronat.
SABCS 2010
Neoadjuvante Therapie: Erfolge und Fehlschläge bei der Suche nach prädiktiven Faktoren
Dieser Bericht von fasst die Ergebnisse zu Markern für die Wahl der richtigen neoadjuvanten Therapie zusammen: Chemo- oder antihormonelle Therapie? Welche Chemotherapie für welchen Tumor-Subtyp? Ist p53 ein prädiktiver Marker?
ASCO 2010


Adjuvante endokrine Therapie
Aromatasehemmer auch im Praxisalltag verträglich
Eine US-Studie zur Versorgungsforschung hat die aus den großen Phase-III-Studien bekannte gute Verträglichkeit von Aromatasehemmern in der adjuvanten Therapie für den klinischen Alltag bestätigt. Das Infarktrisiko war unter der Aromatasehemmung nicht erhöht; allerdings treten häufiger Frakturen auf.
SABCS 2010
Neoadjuvante HER2-Therapie, Head-to-head Vergleich von Aromatasehemmern, Bisphosphonate in der Adjuvanz
Gleich mehrere mit Spannung erwartete Ergebnisse zur neoadjuvanten Therapie und adjuvanten Therapie bereicherten die Diskussionen der Experten beim diesjährigen SABCS. Die NeoALTTO und die GeparQuinto-Studie brachten neue Erkenntnisse zu den Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Trastuzumab und Lapatinib in der Neoadjuvanz, die AZURE-Studie enttäuschte die Hoffnung auf eine antitumorale Wirkung von Zoledronat.
SABCS 2010
Zoledronsäure steigert Effektivität der adjuvanten endokrinen Therapie – Taxan-basierte Chemotherapie führt zu Gewichtszunahme
In einer großen randomisierten Studie konnte mit der Zugabe von Zoledronsäure die Wirksamkeit einer adjuvanten endokrinen Therapie mit Goserelin/Tamoxifen oder Goserelin/Anastrozol bei prämenopausalen Patientinnen in frühen Brustkrebsstadien signifikant verbessert werden. Eine Datenauswertung ergab, dass unter einer Taxan-basierten adjuvanten Chemotherapie viele Frauen an Gewicht zunehmen, wobei die Anreicherung des Fettgewebes vorwiegend um die Körpermitte erfolgt.
ESMO 2010
Ovarschutz mit GnRH-Analoga: Widersprüchliche Daten
Die Rolle von GnRH-Analoga zum Schutz der Ovarialfunktion unter Chemotherapie schien geklärt. Drei neue Untersuchungen machen eine erneute Diskussion dieser Frage notwendig.
ASCO 2010
Aromatasehemmer-Therapie: zwei deutsche Compliance-Studien
Die Therapietreue von Patienten ist entscheidend für den Erfolg einer Behandlung. Zwei auf dem DKK vorgestellte deutsche Studien untersuchen die Gründe mangelnder Compliance bei adjuvanter endokriner Therapie und mögliche Ansätze zur Verbesserung der Therapietreue.
DKK 2010
Adjuvante endokrine Therapie: Antwort auf einige drängende Fragen
Vom 9.–13.12.2009 fand in San Antonio, Texas, das 32. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) statt. Internationale Experten stellten die neuesten Entwicklungen in der Therapie des Mammakarzinoms vor, Updates laufender Studien und aktuelle Daten zu neuen Therapieoptionen in adjuvanter oder metastasierter Krankheitssituation. So wurden auch Studienergebnisse präsentiert, die einige der drängenden Fragen beantworten, die sich in der Praxis der adjuvanten endokrinen Therapie stellen.
SABCS 2009
State of the art in der adjuvanten Brustkrebstherapie
In zwei Vorträgen gaben Mitglieder der AGO-Kommission Mamma auf dem DGHO einen Überblick zu den derzeitigen Therapiestandards in der adjuvanten Brustkrebstherapie. Wir haben für Sie das Wichtigste zur endokrinen Therapie, zur Behandlung mit Bisphosphonaten, zu Chemotherapie und zur Behandlung HER2-positiver Tumoren zusammengefasst.
DGHO 2009
TEAM-Studie: Tamoxifen und Exemestan wirken unterschiedlich auf die kognitive Funktion
Die TEAM-Studie untersuchte die Auswirkungen einer adjuvanten endokrinen Therapie auf die kognitiven Funktionen bei jüngeren und älteren Mammakarzinom-Patientinnen. Dabei zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen SERM und Aromataseinhibitor.
ECCO ESMO 2009
Leitliniengerechte systemische adjuvante Therapie verbessert Überleben
Studienergebnisse des Versorgungsforschungsprojektes BRENDA (Quality of Breast Cancer Care under evidence-based Guidelines) zeigen, dass eine adjuvante systemische Therapie entsprechend den Konsensusempfehlungen von St. Gallen sowohl bei obligater als auch bei optionaler Indikation mit einem signifikanten Überlebensvorteil verbunden ist.
Senologiekongress 2009
BIG 1-98-Update spricht für den frühen Einsatz von Aromatasehemmern
Ein Update der BIG 1-98-Studie, präsentiert beim 11. Internationalen Brustkrebskongress in St. Gallen, liefert neue Daten zur Frage nach der optimalen adjuvanten endokrinen Therapie beim frühen Mammakarzinom. Die Ergebnisse sprechen dafür, die Therapie mit einem Aromatsehemmer zu beginnen, insbesondere bei Hochrisikopatienten.
St. Gallen 2009


Adjuvante Chemotherapie
Triple-negatives Mammakarzinom: Welche Chemotherapie ist die richtige?
Bisher gibt es keine Standard-Chemotherapie beim frühen triple-negativen Mammakarzinom. Eine auf dem DKK vorgestellte retrospektive Studie verglich die Effizienz verschiedener Regime.
DKK 2010
Goserelin schützt Ovarialfunktion nicht
Die deutsche ZORO-Studie konnte nachgewiesen, dass GnRH-Analoga wie Goserelin nicht zum Schutz der Ovarialfunktion bei (neo-) adjuvanter Chemotherapie geeignet sind.
ECCO ESMO 2009
Neues zur Chemotherapie
Chemotherapien spielen nach wie vor eine zentrale Rolle in der Therapie des Mammakarzinoms. Auf dem diesjährigen ASCO standen unter anderem prädiktive Marker für die Effizienz adjuvanter Chemotherapien im Fokus. Des Weiteren in unserem Bericht: Ovarschutz durch GnRH-Analoga und Rolle der palliativen Erhaltungstherapie.
ASCO 2009


Adjuvante Therapie mit neuen Substanzen
Langzeitergebnisse zur adjuvanten Therapie mit Trastuzumab
Zwei Studienupdates bestätigen den Nutzen von Trastuzumab in der Adjuvanz: Die HERA-Studie zeigt nach vier Jahren Followup weiterhin signifikant ein längeres krankheitsfreien Überleben bei einjähriger Trastuzumab-Therapie im Vergleich zur alleinigen Beobachtung. Die FinHer-Studie, bei der eine neunwöchige Trastuzumab-Gabe untersucht wurde, zeigt zwar ebenfalls Vorteile von Trastuzumab, die geringe Teilnehmerzahl schränkt aber die Aussagekraft ein.
St. Gallen 2009


Palliative Therapie (allgemein)
Vorhandene Therapien optimieren, neue Kombinationen prüfen
Zur endokrinen Therapie beim fortgeschrittenem Mammakarzinom lieferte das 33. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) neue Daten zur First-Line-Therapie mit hochdosiertem Fulvestrant sowie zur Second-Line-Therapie bei Resistenz gegen Aromatasehemmer. Diese kann womöglich durch die Kombination von Tamoxifen mit dem mTor-Inhibitor Everolimus überwunden werden, wie die Ergebnisse der TAMRAD-Studie zeigen.
SABCS 2010
Adipositas beeinflusst rezidivfreies Überleben
Patientinnen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom und einem Body-Maß-Index von 30 oder mehr haben ein verkürztes rezidivfreies Überleben. So das Ergebnis einer Analyse, die beim Senologiekongress 2010 vorgestellt wurde.
Senologiekongress 2010
Metastasiertes Mammakarzinom: Spektrum der Chemotherapien erweitert sich
Unser Bericht stellt drei interessante Studien zur Chemotherapie beim metastasierten Mammakarzinom vor: Pegyliertes liposomales Doxorubicin als Erstlinientherapie, die rein orale Kombination von Cyclophosphamid mit Capecitabin sowie Eribulin als neue Substanz.
ASCO 2010
Pegyliertes liposomales Doxorubicin nach Anthrazyklinversagen wirksam
Pegyliertem liposomalem Doxorubicin (PLD) wird zunehmend beim metastasierten Mammakarzinom nach vorangegangener anthrazyklinhaltiger Chemotherapie eingesetzt. Eine auf dem DGHO vorgestellte Metaanalyse suchte nach Parametern, die die Effizienz von PLD beeinflussen.
DGHO 2009
Auch nach Progress gezielt gegen HER2 therapieren
Wie soll nach Progress unter Trastuzumab weiterbehandelt werden? Eine Studie analysierte die Effizienz des Antikörpers in multiplen Linien.
DGHO 2009
Patientinnen mit primär metastasiertem Mammakarzinom leben heute länger, die Teilnahme an Brustkrebsstudien soll verbessert werden
Das Gesamtüberleben von Patienten mit primär metastasiertem Mammakarzinom hat sich verbessert, was vermutlich auf die häufigere Anwendung neuer Therapien zurückgeführt werden kann [1]. Als wichtiger Grund an Brustkrebsstudien nicht teilzunehmen, erwies sich der Mehraufwand der externen Weiterbehandlung. Zudem entsprechen einige Patientinnen bei genauer Prüfung nicht den Ein- oder Ausschlusskriterien und manche Frauen lehnen eine Teilnahme ab [2].
Senologiekongress 2009
Neues zur Chemotherapie
Chemotherapien spielen nach wie vor eine zentrale Rolle in der Therapie des Mammakarzinoms. Auf dem diesjährigen ASCO standen unter anderem prädiktive Marker für die Effizienz adjuvanter Chemotherapien im Fokus. Des Weiteren in unserem Bericht: Ovarschutz durch GnRH-Analoga und Rolle der palliativen Erhaltungstherapie.
ASCO 2009


Palliative Therapie mit neuen Substanzen
Cetuximab bei triple-negativem MCA – T-DM1 bei HER2-positivem MCA
Bei triple-negativem metastasiertem Brustkrebs konnte durch eine Zugabe von Cetuximab zur Cisplatin-Therapie das Gesamtansprechen und der Zeitraum des progressionsfreien Überlebens verdoppelt werden. Mit Trastuzumab-DM1 wurde bei intensiv vorbehandelten Patientinnen mit HER-2-positivem Brustkrebs bei geringer Toxizität ein bedeutender klinischer Nutzen erreicht.
ESMO 2010
Bevacizumab verlängert progressionsfreies Überleben, verbessert aber nicht das Gesamtüberleben
Die Zugabe von Bevacizumab zu einer First-Line-Chemotherapie verbesserte in einer Metaanalyse dreier randomisierter Studien signifikant das progressionsfreie Überleben und die Ansprechrate. Ein signifikant verbessertes Gesamtüberleben konnte jedoch weder in den Einzelanalysen der Studien noch in der Metaanalyse gezeigt werden.
DGHO 2010
Quantität der Hormonrezeptorexpression korreliert mit progressionsfreiem Überleben
Der Zeitraum des progressionsfreien Überlebens ist bei Patientinnen mit hoher Östrogen- oder Progesteronrezeptor-Expression unter einer endokrinen Therapie signifikant länger als bei Patienten mit schwach positiver oder negativer Expression. In der Gruppe mit hoher Expression konnte eine zusätzliche Chemotherapie das Behandlungsergebnis nicht weiter verbessern. Dies ergab eine Datenauswertung von 5313 Patientinnen mit primärem Brustkrebs.
DGHO 2010
Zielgerichtete Therapie bei Mammakarzinom
Die Suche nach prädiktiven Markern für die Sensitivität gegenüber einer Therapie mit Trastuzumab bei Mammakarzinom war Ziel einer beim Senologiekongress 2010 vorgestellten Studie. Dabei war die Koexpression von HER4 mit einem signifikant besseren Ansprechen assoziiert.
Senologiekongress 2010
Antiangionetische Therapie: Daten zu Sunitinib und Bevacizumab
Eine Subanalyse der großen Bevacizumab-Studien bestätigte bisherige Ergebnisse zur Effizienz, konnte aber ebenfalls keine Vorteil beim Gesamtüberleben zeigen. Die Gabe von Sunitinib war dagegen beim metastasierten Mammakarzinom nicht erfolgreich
ASCO 2010
Serum-HER2 und HER2-Status zirkulierender Tumorzellen
Die Bestimmung des HER2-Status durch Metastasenbiopsie ist vielfach nicht realisierbar. Um den Patientinnen dennoch eine zielgerichtete Therapie ermöglichen zu können, werden alternative Methoden zur Erhebung des HER2-Status bei metastasierter Erkrankung gesucht.
DKK 2010
Tyrosinkinase-Hemmer beim metastasierten Mammakarzinom – gemischte Ergebnisse
Auf dem SABCS wurden fünf Studien zu den Tyrosinkinase-Hemmern Sorafenib, Sunitinib, Motesanib und Lapatinib zur Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms mit vorwiegend enttäuschenden Ergebnissen präsentiert. Vielversprechende Resultate wurden im Zusammenhang mit Lapatinib beobachtet. Aufgrund des Synergismus von Lapatinib und Trastuzumab konnte eine signifikante Verbes­se­rung des Gesamtüberlebens im Vergleich zur Monotherapie mit Lapatinib erzielt werden.
SABCS 2009
Bevacizumab verlängert progressionsfreies Überleben, neoadjuvante Anwendung muss weiter untersucht werden
Bevacizumab verlängerte in der First-Line-Therapie in Kombination mit Docetaxel das progressionsfreie Überleben. In der Second-Line-Therapie wurde mit Bevacizumab in Kombination mit verschiedenen Chemotherapeutika ebenfalls eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens erreicht. Der Nutzen und insbesondere die Sicherheit einer neoadjuvanten Anwendung von Bevacizumab müssen weiter erforscht werden.
SABCS 2009
Vinorelbin als Kombinationspartner beim metastasierten Mammakarzinom
Zwei auf dem ECCO/ESMO präsentierte Studien untersuchten neue Kombinationen mit Vinorelbin. Zum einen wurden Capecitabin+Vinorelbin beim HER2-negativen Mammakarzinom untersucht, zum anderen die Kombination mit Evirolimus+Trastuzumab bei stark vorbehandelten Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs analysiert.
ECCO ESMO 2009
Zielgerichtete Ansätze gegen endokrine Resistenz
Interaktionen zwischen den Signalwegen von Hormon- und Wachstumsfaktoren können endokrine Resistenzen auslösen. Kombinationen endokriner mit zielgerichteten Wirkstoffen sollen diesen Mechanismus umgehen. Auf dem ASCO wurde mehrere Ansätze dazu vorgestellt.
ASCO 2009
Neue Agents und neue Kombinationen
Bei ASCO wurden traditionell viele Wirkstoffe vorgestellt, die sich noch in der Entwicklung befinden. Wir stellen Ihnen die Anti-HER2-Agents T-DM1, Pertuzumab und BIBW 2992 vor, außerdem den PARP-Inhibitor BSI-201 sowie Ergebnisse zur Kombination von Bevacizumab mit Capecitabin.
ASCO 2009


Diverses
Brustkrebsexperten präsentieren zehnte Überarbeitung der AGO-Empfehlungen
Zu wichtigen Änderungen der AGO gehören überarbeitete Empfehlungen zur adjuvanten und neoadjuvanten Systemtherapie. Hinzu kommen Überarbeitungen der Empfehlungen zu Operation, Therapienebenwirkungen und Prognose/Prädiktion. Zudem wurde erstmals ein Kapitel zur Prävention aufgenommen.
AGO 2011
Armlymphödeme nach Lymphknotendissektion: Prävention möglich?
In einer randomisierten Studie hat die manuelle Lymphdrainage bei Brustkrebspatientinnen keinen präventiven Effekt gezeigt: Die Entwicklung von Armlymphödemen nach Achselausräumung konnte nicht verhindert werden.
SABCS 2010
Brustkrebs: Trotz Schwangerschaft nach Standardempfehlungen therapieren
Frauen mit Brustkrebs sollten auch während einer Schwangerschaft nach den gleichen Standardempfehlungen behandelt werden wie Nichtschwangere. Zu diesem Fazit kommt die German Breast Group nach einer Datenanalyse von 313 Frauen, bei denen während der Schwangerschaft Brustkrebs diagnostiziert wurde. Wie die Wissenschaftler auf dem 33. Breast Cancer Symposium in San Antonio (USA) zeigten, macht es für das fetale Outcome und das Outcome der Brustkrebserkrankung keinen Unterschied, ob die Frauen eine Chemotherapie erhielten.
SABCS 2010
Klinische Relevanz prädiktiver Faktoren beim Mammakarzinom
Prädiktive Faktoren werden allgemein herangezogen, um die mögliche Wirkung einer therapeutischen Maßnahme auf einen individuell prognostizierten Krankheitsverlauf abschätzen zu können. Nach der St. Gallen Konsensusempfehlung sind dies aktuell der Östrogen- und Progesteron-Status und der HER2-Status. Neben diesen etablierten Faktoren werden zahlreiche weitere diskutiert. Auf dem diesjährigen SABCS beleuchteten drei Studien neue Aspekte zu diesem Thema: Änderungen der Expression im Krankheitsverlauf, Aussagekraft von HER1-3 als prädiktive Faktoren für eine Aromatasehemmer (AI)-Therapie und molekulare Veränderungen unter AI-Therapie.
SABCS 2010
Alter und Studienteilnahme als prognostische Faktoren beim Mammakarzinom
Drei retrospektive Studien widmeten sich der Frage, welchen Einfluss die Teilnahme an Studien, das Alter der Patientinnen und eine leitlinienkonforme Therapie auf das Überleben haben.
DKK 2010
Resektion des Primärtumors verbessert Überlebenschancen
Weil das metastasierte Mammakarzinom im Allgemeinen nicht kurativ behandelt werden kann, wird die Resektion des Primärtumors nicht standardmäßig durchgeführt. Mittlerweile haben jedoch mehrere retrospektive Studien gezeigt, dass die die lokale Kontrolle des Primärtumors mit einem besseren Überleben der Patientinnen assoziiert ist. Zwei weitere auf dem ESMO vorgestellte Studien haben dies erneut bestätigt.
ECCO ESMO 2009
Selektive Duktektomie reduziert Resektionsvolumen
Mithilfe der duktoskopischen Drahtmarkierung kann eine selektive Duktektomie unter direkter Visualisierung des Milchgangs und der intraduktalen Proliferation durchgeführt werden. Damit lässt sich das Resektionsvolumen gegenüber der unselektiven Duktektomie reduzieren. Zu diesem Ergebnis gelangte Dr. Markus Hahn in einer Studie mit 33 Patientinnen, an denen dieser Eingriff vorgenommen wurde.
Senologiekongress 2009
Halofuginon vermindert Ausbildung fibröser Kapsel bei Silikonimplantaten
Durch die Oberflächenbeschichtung eines Silikonimplantats mit Halofuginon wurde im Tierversuch innerhalb der ersten drei Monate nach Einsetzen des Implantats eine signifikante Verminderung der periprothetische Entzündungsreaktionen, der Kollagensynthese und der Kapseldicke erzielt.
Senologiekongress 2009
Operation, Strahlentherapie und Tumorbiologie - Bewertung der St.-Gallen-Ergebnisse vor deutschem Hintergrund
Herr Professor Dr. Walter Jonat, Kiel, reflektiert die neuen Erkenntnisse von St. Gallen in der operativen Therapie und Strahlentherapie des frühen Mammakarzinoms sowie zur Tumorbiologie. Diese Neuerungen bewertet Prof. Jonat und ordnet sie in den deutschen Diagnostik- und Behandlungshintergrund ein.
St. Gallen 2009


Videos
Das interdisziplinäre DKG-Expertengespräch: AGO Mammakarzinom Update 2011
Die AGO Kommission Mamma präsentierte in Frankfurt/M. ihre zehnte Überarbeitung der Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie primärer und metastasierter Mammakarzinome. In einem interdisziplinären Expertengespräch erörtern Mitglieder der Kommission vor allem die Neuerungen in der adjuvanten Therapie. Zu den Diskussionspunkten gehören unter anderen die adjuvante Chemotherapie, der Einsatz von Trastuzumab bei kleinen Karzinomen, der Stellenwert von Bisphosphonaten / Denosumab und die endokrine Therapie. Auch auf die neoadjuvante Therapie und die duale HER2-Blockade wird eingegangen.
AGO 2011
Neue Daten zur axillären Lymphknoten-Dissektion
Trotz einer aktuellen JAMA-Studie, in der die axilläre Lymphknoten-Dissektion bei befallenem Sentinel-Lymphknoten, jedoch klinisch unauffälliger Axilla keine positiven Effekte auf das Gesamt- und das rezidivfreie Überleben hatte, ändert die AGO Kommission Mamma ihre Empfehlungen sehr zurückhaltend. Prof. Dr. Anton Scharl (Amberg) erläutert die Gründe.
AGO 2011

 

 
Acht Jahre GBG
Die German Breast Group (GBG Forschungs GmbH), die ihr Jahrestreffen parallel zum AGO 2011 abhielt, wurde vor acht Jahren mit dem Ziel gegründet, eine Infrastruktur aufzubauen, die es ermöglicht, wissenschaftlich anspruchsvolle Studien selbstständig durchzuführen. Der Leiter, Prof. Dr. Gunter von Minckwitz (Neu-Isenburg), stellt bisherige und aktuelle Studien vor.
AGO 2011


 
Zehn Jahre Kommission Mamma
Die Kommission Mamma der AGO ist vor zehn Jahren gegründet worden, um Empfehlungen zur Therapie primärer und metastasierter Mammakarzinome zu erarbeiten. Prof. Dr. Anton Scharl (Amberg), Sprecher der Kommission, erläutert deren Ziele und Vorgehen. Er hält die Empfehlungen für sehr praxisrelevant und gut einsetzbar.
AGO 2011


 
Expertenrunde: Aktuelles zur Therapie des Mammakarzinoms
Beim 33. SABCS trafen sich über 9000 Teilnehmer aus der ganzen Welt, um sich über aktuelle Entwicklungen und zu neuen Studienergebnissen auszutauschen. Neben Präsentationen zur adjuvanten Therapie und zur Therapie des metastasierten Mammakarzinoms stand die neoadjuvante Therapie im Vordergrund, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Es gab in diesem Jahr viele Studien mit überraschenden Ergebnissen. Auch eine Vielzahl deutscher Studien wurde vorgestellt, die international große Beachtung fanden.
SABCS 2010
Expertenrunde Gynäkologische Tumoren
Expertenrunde: Gynäkologische Tumoren
Im Mittelpunkt unserer Expertenrunde zu gynäkologischen Tumoren steht das Mammakarzinom. In die Diskussion zum Stellenwert von Sentinel- und Axilla-Dissektion ist durch auf dem ASCO vorgestellte Daten neue Bewegung gekommen. Auch die allgemeine Entwicklung im Bereich der zielgerichteten Therapien und die Qualität von Biomarker-Testungen sind Themen, die von den Experten kontrovers diskutiert wurden. Beim Ovarialkarzinom werden unter anderem neue Erkenntnisse zum Wert von Tumormarkern für die Früherkennung vorgestellt. ASCO 2010
Prof. Harbeck im Gespräch: Ausgewählte Themen der Posterdiskussion
Auf dem ASCO werden Poster, die nicht zum Vortrag ausgewählt wurden, aber dennoch besonders interessant sind, in einer speziellen Sitzung diskutiert. Besonders erfreulich war in diesem Jahr, dass in dieser Postersession auch drei deutsche Beiträge vorgestellt wurden. Prof. Dr. Nadia Harbeck fasst für Sie die wichtigsten Poster aus den Themenbereichen endokrine Therapie, Chemotherapie, lokoregionäre Therapie und Genanalyse zusammen und zieht erste Schlussfolgerungen für kommende Empfehlungen der AGO. ASCO 2010
Expertenrunde Mammakarzinom
Es diskutierten
Prof. Wolfgang Janni (Düsseldorf), Prof. Wolfgang Eiermann (München), Prof. Christoph Thomssen (Halle), Prof. Günter Emons (Göttingen)
SABCS 2009
Prof. Nadia Harbeck (Köln) im Interview zu den Highlights des SABCS
Prof. Nadia Harbeck (Köln) fasst im Interview die aus ihrer Sicht für die klinische Praxis bedeutendsten Ergebnisse des SABCS 2009 zusammen. Dazu zählen unter anderem Daten zur erweiterten Adjuvans mit Aromatasehemmern sowie Subgruppenanalysen zu Effizienz und Verträglichkeit von Bevacizumab.
SABCS 2009
Expertenrunde Gynäkologische Onkologie
Es diskutieren Prof. Dr. Jens-Uwe Blohmer (Berlin), Prof. Dr. Nadja Harbeck (München), Prof. Dr. Christian Jackisch (Offenbach), Prof. Dr. Wolfgang Janni (München), Prof. Dr. Gunter von Minckwitz (Frankfurt/Main), Prof. Dr. Jalid Sehouli (Berlin), Prof. Dr. Christoph Thomssen (Halle/S.)
ASCO 2009



„100% Übereinstimmung des Panels in der Frage der Reexzision bei positiven Schnitträndern“
Für Prof. Dr. Manfred Kaufmann, Frankfurt ist St. Gallen immer wieder ein aufregendes Ereignis. Als Mitglied des Panels freute ihn besonders, dass Deutschland nun mit 3 Experten (Prof. von Minckwitz, Prof. Possinger, Prof. Kaufmann) an der Bewertung der aktuellen Studienlandschaft und Forschung im Konsensus beteiligt war. Diskutierte Themen, die er als besonders erwähnenswert erachtet, sind die operative Therapie, die Strahlentherapie sowie das Molecular Profiling.
St. Gallen 2009
 
„Individualisierte Therapie – wie führen wir die richtige Therapie zur richtigen Patientin: das ist unsere Herausforderung der nächsten Jahre.“
Von der tumorbiologischen Grundlagenforschung über translationale Forschung bis hin zu patientennahen klinischen Fragestellungen: Das molekulare Profiling und die Suche nach prädiktiven Faktoren standen im Mittelpunkt des ersten Tages von St. Gallen. Prof. Janni, Düsseldorf, ist besonders erfreut darüber, dass aus Arbeiten deutscher Forschungsgruppen regelmäßig zitiert wurde, und er hebt den Beitrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft hervor, die es ermöglicht habe, Ergebnisse von internationaler Bedeutung beizusteuern. Weitere Themen, die Prof. Janni kurz umreißt, sind operative und endokrine Therapien. St. Gallen 2009
 
„Die Teilbrustbestrahlung wird in Zukunft eine größere Rolle spielen.“
Prof. Eiermann, München, greift zwei Bereiche aus dem breiten Themenspektrum von St. Gallen heraus und skizziert die dazu dargestellten Erkenntnisse. Von großem Interesse sind für ihn zwei internationale Studien, die derzeit die Relevanz der Teilbrustbestrahlung untersuchen und von denen noch in diesem Jahr erste Daten erwartet werden. Zum anderen betont Prof. Eiermann die zunehmende Bedeutung von Bisphosphonaten als vierte Säule der Behandlung nach Operation, Bestrahlung und systemischer Therapie. St. Gallen 2009
 
„Endokrine Therapie des Mammakarzinoms: Prinzipiell hat sich nichts geändert“
Aromatasehemmer sollten Bestandteil des Behandlungskonzeptes der postmenopausalen Brustkrebspatientin sein, doch die Frage ob mit oder ohne Tamoxifen muss letztendlich individuell entschieden werden, so Prof. Possinger im Gespräch anlässlich St. Gallen. Auch für die Chemotherapie gilt, dass individueller therapiert werden muss. Genanalysen können hierfür den Weg ebnen. Besonders wichtig waren die Erkenntnisse zur Tumorbiologie, wie die Charakterisierung der Stammzellen, resümiert Prof. Possinger.  St. Gallen 2009
 


Operation
Häufiger Untersuchung der Sentinel-Lymphknoten und mehr brusterhaltende Operationen
Eine Auswertung des Tumorregisters Mammakarzinom ergab, dass die Anzahl der brusterhaltenden Operationen deutlich zugenommen hat. Zudem werden immer häufiger Untersuchungen der Wächterlymphknoten vorgenommen. Mit diesem neuen Verfahren kann eine unnötige Entfernung weiterer Lymphknoten vermieden werden, ohne das Langzeitüberleben der Patientinnen zu gefährden.
DGHO 2010



Aktualisiert am: 18.04.12 - 16:16



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